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Der Trauma-informierte Ansatz

Ein grundlegend anderes Verständnis von psychischer Gesundheit.

Der traumainformierte Ansatz nach der britischen Psychologin Dr. Jessica Taylor1 möchte ein neues, anti-pathologisches Verständnis von psychischem Leid und psychischer Gesundheit etablieren.

Verhalten, Gedanken und Gefühle, die aufgrund von traumatischen Erfahrungen oder belastenden Lebensumständen entstehen, werden als normal, nachvollziehbar und angemessen verstanden – nicht als „Symptome psychischer Erkrankungen“.

Das P in Psychiatrie steht für Pathologisierung

Alle psychosozialen und psychiatrischen Systeme in westlichen Gesellschaften basieren auf medizinischen Ansätzen zu psychischer Gesundheit: Diagnosen, Psychopharmaka, Symptombehandlung, Pathologisierung.

Nach dem traumainformierten Modell gibt es keine psychischen „Erkrankungen“. Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, wie Armut, Diskriminierung, Unterdrückung, Missbrauch, Gewalt- oder Verlusterfahrungen, chronischer Stress, Verletzungen, Krankheit etc., die als traumatisch oder belastend erlebt werden können.

Das kann zu Reaktionen führen und großen Leidensdruck verursachen – auch dann noch, wenn die Ereignisse bereits Jahre zurückliegen:

Angst

Antriebslosigkeit

Emotionsausbrüche

Suizidgedanken

Halluzinationen

Rückzug

Die Psychiatrie muss entindividualisiert werden.

Möchtest du mehr über das traumainformierte Modell erfahren?

Kontaktiere uns gerne für Vorträge oder Workshops. Oder auch einfach so.

Quellen

  1. Taylor, Jessica Dr & Shrive, Jamie (2023): Indicative Trauma Impact Manual – ITIM for Professionals – A nondiagnostic, trauma-informed guide to emotion, thought, and behaviour ↩︎