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Über uns.

tila – Traumainformiert leben & arbeiten ist ein gemeinnütziger Verein von und für Betroffene, Angehörige und Fachpersonen. Ziel ist, ein neues, traumainformiertes Verständnis von psychischer Gesundheit zu etablieren.

Vision

Ein traumainformiertes Verständnis von psychischer Gesundheit

Jegliche Verhaltensweisen und Gefühle, die Menschen als Reaktionen auf Traumata und belastende Lebensumstände zeigen, werden als normal, nachvollziehbar und angemessen verstanden – nicht als Symptome psychischer „Erkrankungen“ pathologisiert. Der individuell entstandene Leidensdruck wird wahrgenommen und gewürdigt.

Personzentrierte, empathische Unterstützung

Menschen, die psychische Krisen erleben, werden als Individuen mit eigenen Bedürfnissen, Ressourcen, Wünschen und Träumen gesehen und empathisch, ressourcenorientiert und ganzheitlich unterstützt, ein selbstbestimmtes Leben in Würde zu führen. Es gibt eine Vielzahl an öffentlich finanzierten Therapie- und Hilfsangeboten, die allen Menschen zur Verfügung stehen und ihnen ermöglichen, traumatische Erlebnisse zu integrieren und belastende Lebensumstände zu mindern.

Gemeinschaft statt Stigma

Es ist ein neues Gefühl von gesellschaftlichem Zusammenhalt, Verantwortung und Solidarität entstanden. Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, werden von Gemeinschaften aufgefangen und unterstützt. Pathologisierung und Stigmatisierung gehören der Vergangenheit an.

Politische Verantwortung und strukturelle Veränderung

Der Zusammenhang mangelhafter systemischer Umstände und dem Gesundheitszustand der Gesellschaft ist allen Menschen, insbesondere politischen Entscheidungsträgern und -trägerinnen bewusst. Deshalb werden strukturelle Reformierungsprozesse durchgeführt, um diese Umstände zu reduzieren oder zu beseitigen. Das Wohl der Menschen steht an oberster Stelle.

Mission

Weg von defizitorientierten Diagnosen, hin zu einem traumainformierten Verständnis von menschlichem Verhalten – tila setzt sich für einen Paradigmenwechsel im Bereich psychische Gesundheit ein, auf drei Ebenen:

Sensibilisieren

Integrieren

Traumainformiertes Arbeiten als neuen Standard auf allen Ebenen im Bereich psychische Gesundheit etablieren – durch Vorträge, Workshops, Seminare und traumainformierte Projekte.

Vernetzen

Austausch und Vernetzung von Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen fördern, die sich der traumainformierten Bewegung anschließen und etwas verändern wollen.

Werte

Würde & Selbstbestimmung

Jeder Mensch hat das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben in Würde – unabhängig von seinen Diagnosen.

Chancengleichheit

Menschen, die von (Mehrfach-)Diskriminierung betroffen sind, leben häufiger in psychisch belastenden Lebenssituationen. Dafür braucht es Sensibilisierung sowie gegensteuernde Maßnahmen.

Verständnis & Empathie

Psychische Belastungen werden nicht als Defizite betrachtet, sondern als nachvollziehbare Reaktionen auf belastende oder traumatische Erlebnisse.

Gemeinschaft

(Psychisches) Wohlbefinden zu erlangen und zu erhalten ist keine individuelle Aufgabe, sondern erfordert gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine solidarische und unterstützende Gemeinschaft.

Verantwortung

Gesellschaftliche Veränderung geschieht nicht von allein – sie erfordert eine aktive Übernahme von Verantwortung von uns allen. Betroffene, Angehörige, Fachkräfte, politische Entscheidungsträger:innen und jede einzelne Person in der Gesellschaft haben eine Verantwortung, bestehende Strukturen zu hinterfragen und gemeinsam an einem Wandel zu arbeiten, der psychisch belastete Menschen nicht isoliert, sondern unterstützt.